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07.06.2017 - 12:35

Interessantes Projekt: Samen für die Apokalypse

Neuseeland friert seine wichtigsten Pflanzensamen in einem Bunker in der Arktis ein

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09.05.2017 - 10:03

Neuseelands Hauptstadt ist die beste

Wo lässt es sich am besten leben? Laut eines aktuellen Berichts der Deutschen Bank in Neuseelands Hauptstadt Wellington.

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Northland Forest Park

Die Parkfläche im Norden der Insel umfasst mehrere Waldgebiete, in denen 85 % der verbliebenen Kauri-Bäume des Landes stehen, weshalb man die Gegend auch als „Kauri Coast“ bezeichnet. Am bekanntesten ist der Waipoua Kauri Forest, in dem die zwei berühmtesten Exemplare stehen: der Tane Mahuta, der größte Baum Neuseelands und der Te Matua Ngahere. Beide Bäume sind über einfache Wanderwege erreichbar. Die Wälder sind bedeutende Rückzugsgebiete der heimischen Fauna. Recht häufig ist die Neuseeländische Taube, aber auch den Tui, den Eisvogel und den Bronzekuckuck kann man hier mit etwas Glück beobachten. Besonders selten ist die stark bedrohte Lappenkrähe (kokako).

 

Bild: Der Tane Mahuta

 

 

Coromandel Forest Park

Die Regenwälder auf der vulkanisch geformten Coromandel Halbinsel sind in relativ kurzer Zeit von Auckland aus zu erreichen und bieten eine kleinere, aber genauso sehenswerte Kauri-Population. Neben den Wäldern sind auch die Strände sehr beliebt, beispielsweise Hahei, Cathedral Cove und Hot Water Beach. Die Wiederaufforstung der Halbinsel mit Kauri-Bäumen erfolgt seit dem Jahr 1999 und begann mit 2000 Stück. Bis heute hat Kauri 2000 über 33.000 dieser Bäume neu angepflanzt, die meisten im Gebiet des Coromandel Forest Park.

 

Bild: New Chums Beach auf der Coromandel Halbinsel (Autor: Pseudopanax)

 

 

Kaimai-Mamaku Forest Park

Der 37.000 Hektar umfassende Waldpark, zwischen der Karangahake Schlucht und dem Mamaku Plateau bei Rotorua, ist ein beliebtes Wandergebiet mit einem über 360 km umfassenden Wegnetz. Hier treffen Rote- und Silberne Scheinbuchen auf die südlichsten Exemplare der Kauri-Bäume, in deren Schutz sich viele verschiedene Vogelarten angesiedelt haben. Neben den seltenen Arten Weißköpfchen, Kaka, Kokako, Kiwi und Maorifalke, trifft man hier auch auf Tui und Maori-Glockenhonigfresser.

 

Bild: Rote Scheinbuche (Autor: Rudolph89)

 

 

Pirongia Forest Park

Der 25 km von Hamilton entfernte Park in der Region Waikato besteht aus vier unterschiedlichen Gebieten auf insgesamt 135 km2, von denen der 959 Meter hohe Mount Pirongia bereits weithin sichtbar ist. Von seiner Spitze aus kann man bei guten Sichtbedingungen die Vulkane Taranaki und Ruapehu sehen. Ein weiteres Gebiet ist der erloschene Vulkan Mount Karioi, der mit seinen 756 Metern Höhe ebenso gute Ausblicke bietet. Mangakino und Te Rauamoa sind schließlich die zwei kleinsten Teile des Waldparks. Ein beliebtes Ausflugsziel sind die Kaniwhaniwha Caves, zwei kleine Kalksteinhöhlen in deren Nähe sich der mit 66,5 Metern höchste bekannte Kahikatea-Baum befindet. Typische Bewohner der Wälder sind Kereru, Tui, Maori-Glockenhonigfresser, Fächerschwanz, Morepork, Kaka und Maorischnäpper.

 

Bild: Stamm des größten Kahikatea (Autor: Pseudopanax)

 

 

Raukumara Forest Park

An der East Coast, zwischen Bay of Plenty und East Cape befindet sich der 115.000 Hektar umfassende Raukumara Forest Park, in dem endemische Baumarten wie beispielsweise Rata (Nordinsel-Eisenholz), Tawa, Hinau, Kamahi, Kahikatea und Totara heimisch sind. Fächerschwänze und Tui sind häufig beobachtbare Bewohner, seltener sind hingegen die Saumschnabelente (whio), der Kaka und die Maori-Fruchttaube (kereru). Innerhalb des 39.650 Hektar großen Raukumara Wilderness Areals im Herzen des Waldparks gelten schärfere Schutzbestimmungen und es gibt dort keine Einrichtungen für Freizeitaktivitäten.

 

Bild: Ein Totara in Auckland (Autor: Kahuroa)

 

 

Pureora Forest Park

Zwischen Lake Taupo und Te Kuiti liegt ein großes Regenwaldgebiet, das seit 1978 ein Schutzgebiet darstellt und 78.000 Hektar umfasst, in denen 40 bis 60 Meter hohe Baumriesen aus der Familie der Steineibengewächse stehen. Zu ihnen zählen neben den Totara auch Rimu, Matai, Miro und Kahikatea. Bekannte Sehenswürdigkeiten des Waldparks sind der 12 Meter hohe Forest Tower, der einen Blick in die Baumkronen mit all ihren Bewohnern bietet und der Pouakani, Neuseelands höchster Totara. Sehenswert ist auch der Buried Forest, ein Gebiet, in dem die Bäume bei dem großen Vulkanausbruch vor ungefähr 1800 Jahren, der auch den Lake Taupo bildete, aufgrund der Wucht des Ausbruchs umknickten und unter der Asche begraben wurden. Der 1983 entdeckte „begrabene Wald“ zeigt heute die gut erhaltenen Baumstämme so, wie sie während der Eruption zu liegen kamen. Heimische Vogelarten umfassen Kokako und Kaka, ebenso wie den Langbeinschnäpper und die Neuseeländische Taube.

 

Bild: Eine Lappenkrähe, kokako (Autor: Matt Binns)

 

 

Whirinaki Forest Park

Ungefähr 100 km südöstlich von Rotorua liegt der 55.000 Hektar große Whirinaki Forest Park, Heimat von Kaka und Kiwi, ein Grenzgebiet zwischen den forstwirtschaftlichen Anpflanzungen der Kaingaroa Ebene und den bewaldeten Bergen des Te Urewera Nationalparks. Neben dem Pureora Forest Park ist dies der zweite urzeitliche Wald, bestehend aus riesigen Steineibenarten. Beliebte Ausflugsziele sind die Waiatiu Falls, die Arohaki Lagoon und die Whirinaki Falls.

 

Bild: Die Arohaki Lagoon mit Kahikatea-Bäumen im Hintergrund (Autor: Pseudopanax)

 

 

Kaweka Forest Park

Eine Mischung aus Steineiben, Scheinbuchen und alpinem Strauchland findet sich im Waldpark unweit von Napier in der Region Hawke’s Bay, der vor allem auch für seine raschen Wetterwechsel bekannt ist. Umfangreiche Abholzungen und Waldbrände haben weite Teile der ursprünglichen Vegetation zerstört, die durch schnell wachsende Manuka und Kanuka ersetzt wurden. Einige seltene Bewohner der Region sind Streifenkiwis, der Maorifalke und der Kaka. Wesentlich häufiger anzutreffen sind der Springsittich, Weißköpfchen, Farnsteiger, Maori-Glockenhonigfresser, Tui, Maorischnäpper und Eisvogel. Beliebt sind bei Besuchern die heißen Quellen der Region, die Mangatutu Hot Springs.

 

Bild: Maorifalke (Autor: Karora)

 

 

Kaimanawa Forest Park

Seit 1969 ist das 77.348 Hektar umfassende Waldgebiet der Kaimanawa Bergkette südöstlich von Taupo ein Schutzgebiet für die heimische Flora und Fauna. Hauptbestandteil des Baumbestandes sind Scheinbuchen, während in den westlichen Bereichen auch Steineibenarten häufiger werden. Typische Bewohner sind Maori-Glockenhonigfresser, Tauben, Fächerschwänze, Grünschlüpfer und Weißköpfchen. Wer Geduld mitbringt, kann aber auch Morepork, Kaka, Kormorane und Saumschnabelenten beobachten. Das Waldgebiet ist die Heimat der Powelliphanta marchanti, eine von Neuseelands großen fleischfressenden Schneckenarten, mit bis zu 9 cm breiten Gehäusen.

 

Bild: Glockenvogel (Anthornis melanura), (Autor: Sid Mosdell)

 

 

Ruahine Forest Park

Der Waldpark wird vom DOC in zwei unterschiedlichen Gebieten verwaltet: Western und Eastern Ruahine Forest Park, die sich zusammen über 100 km Länge und 94.000 Hektar vom Taruarua River zur Manawatu Schlucht erstrecken. Beliebt bei den Wanderern ist die Rangiwahia Hut, der einstige Ausgangspunkt des ehemaligen Skigebiets. Eine Besonderheit ist der Lake Colenso, der von 150 Meter hohen Felswänden umgeben ist und in dem ausschließlich endemische Fischarten und Wasserpflanzen leben. Außerdem befindet sich hier der einzige Steineibenwald der Ruahine Ranges. Typisch sind Scheinbuchenarten und Kahikatea in den sumpfigen Arealen. Häufig hört und sieht man Tui, Kereru, Schleierschwänze, Maori-Glockenhonigfresser und Kakariki. Andere heimische Tierarten sind diverse Skinke und Geckos, Fledermäuse und große Landschnecken.

 

Bild: Alte Rimu-Bäume im Ruahine Forest Park (Autor: Pseudopanax)

 

 

Rimutaka Forest Park

Der Großteil der Rimutaka Range wird vom 22.000 Hektar großen Rimutaka Forest Park eingenommen, der von Wellington aus nur 30 km entfernt ist. Die vor allem von Scheinbuchen bedeckte Gebirgskette war einst die Heimat von acht Moa-Arten, bietet aber noch heute Unterschlupf für einige andere heimische Vögel, wie den neuseeländischen Kuckuckskauz (ruru), den Tui, den Maori-Glockenhonigfresser und den Waldpapagei (kaka). Seit 2006 werden hier regelmäßig gezüchtete Streifenkiwis vom Kiwi Project des Rimutaka Forest Park Trust ausgesetzt, um die kleine Population zu vergrößern.

 

Bild: Typischer Rimu-Wald auf dem Mount Climie (Autor: Pseudopanax)

 

 

Aorangi Forest Park

In der Region Wairarapa lockt der Aorangi Forest Park zahlreiche Jäger und Wanderer und bietet beeindruckende Ausblicke, beispielsweise auf die Putangirua Pinnacles und Whatarangi Bluff. Im Süden des Parks, dem Cape Palliser, gibt es die Möglichkeit eine Kolonie Neuseeländischer Seebären zu beobachten, oder den alten Leuchtturm und mehrere archäologische Stätten zu besuchen. Die Flora wird speziell im Norden in den höheren Lagen von Scheinbuchen, im Tiefland von Elaeocarpus (hinau) und Matai dominiert. Neben weiteren endemischen Baumarten gibt es noch viele selten gewordene Pflanzenarten, die speziell an der Küste von Cape Palliser und im Putangirua Pinnacles Scenic Reserve gedeihen.

 

Bild: Die Putangirua Pinnacles (Autor: Touko Maksimainen)

 

 

Tararua Forest Park

Der größte Waldpark der Nordinsel ist mit 116.535 Hektar der Tararua Forest Park in der Tararua Range. In den Tieflandgebieten hat nur wenig Wald die umfangreichen Abholzungen zur Schaffung von Farmland überlebt. Doch an den Hängen der Berge, über 350 Meter, durchquert der Wanderer größere Mischwaldgebiete aus Scheinbuchen und Steineiben, die schließlich in reine subalpine Scheinbuchenwälder übergehen und im subalpinen Grasland enden. In Gegenden ohne Buchenbewuchs gibt es ausgedehnte Kamahi-Wälder, durchsetzt mit Miro und Totara, die allesamt oft stark mit Moos behangen sind und einen Nebelwald bilden. Eine typische Regenwaldatmosphäre schaffen die Tawa-Bäume an den westlichen Ausläufern der Bergkette, die teilweise mit Baumfarnen bewachsen sind, welche auch den Bodenbewuchs ausmachen. Diese großen Waldgebiete waren bis 1903 die Heimat der letzten gesichteten Huia (Heteralocha acutirostris).

 

Bild: Der Tararua Forest (Autor: Brenda Anderson)

Text: Jacqueline Held