Neuigkeiten

07.06.2017 - 12:35

Interessantes Projekt: Samen für die Apokalypse

Neuseeland friert seine wichtigsten Pflanzensamen in einem Bunker in der Arktis ein

Weiterlesen …

09.05.2017 - 10:03

Neuseelands Hauptstadt ist die beste

Wo lässt es sich am besten leben? Laut eines aktuellen Berichts der Deutschen Bank in Neuseelands Hauptstadt Wellington.

Weiterlesen …

Der Tūī

 

Dieser Gesangskünstler ist weit verbreitet in Neuseeland: der Tūī (Prosthemadera novaeseelandiae). Er gehört zu den endemischen Arten des Landes und hat es geschafft, sich trotz der Ankunft der Menschen weiter zu verbreiten.

 

Sein schwarzes Gefieder leuchtet im Licht an manchen Stellen irisierend grün oder bläulich, doch am auffälligsten sind der weiße Kragen und die zwei weißen hervorstehenden Federn.

 

Bild: Matt Binns CC BY 2.0

 

Ein Nachahmungskünstler

Am besten erkennt man den Tūī an seinem lautstarken Gesang, der sowohl Klicklaute, als auch glockenähnliche Töne umfasst und sehr melodiös klingt. Er erreicht dabei Tonhöhen, die für das menschliche Gehör nicht mehr erfassbar sind. Dies erweckt bisweilen den Anschein, als ob der Sänger sein Lied unterbrochen hätte.

 

Eine weitere Besonderheit ist seine Nachahmung von Gesängen anderer Vögel und Tönen seiner Umwelt. Auch die Nachahmung menschlicher Sprache ist ihnen möglich, weshalb die Māori sie als Haustiere hielten und ihnen sogar längere Reden beibringen konnten.

 

Bild: Tom Rix CC BY 2.5

 

Aggressives Territorialverhalten

Zur Hauptnahrung der bis zu 30 Zentimeter langen und zwischen 90 und 120 Gramm schweren Vögel gehören Nektar und Früchte, ebenso wie wirbellose Tiere.

 

Ihre Nahrungssuche kann sie teilweise über weite Distanzen führen und in den Wintermonaten suchen sie auch Gärten und Parks in den Stadtgebieten auf.

 

In der Paarungszeit kehren sie dann in ihre Brutgebiete zurück, wobei sie ihr Revier vehement gegen Eindringlinge verteidigen können. Diese Abwehr umfasst die Vertreibung anderer Vogelarten, wie auch fremder Artgenossen (natürlich mit Ausnahme des Partners), laute Alarmrufe und aggressive Sturzflüge, bisweilen auch in Gruppen.

 

Tūī haben, ebenso wie die ihnen ähnlichen Glockenvögel, einen besonderen Nutzen für Neuseelands Pflanzenwelt, indem sie die Pflanzenpollen und Samen auf den Inseln verbreiten.

 

Übrigens: der Tūī wurde im Jahr 2005 zum ersten „Vogel des Jahres“ in Neuseeland gewählt und ist außerdem das Markenzeichen der gleichnamigen Biermarke.

 

Text: Jacqueline Held
Bild: Phillip Capper CC BY 2.0