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07.06.2017 - 12:35

Interessantes Projekt: Samen für die Apokalypse

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09.05.2017 - 10:03

Neuseelands Hauptstadt ist die beste

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Schulbildung in Neuseeland

Es gibt fünf pädagogische Grundregeln für die Schüler in Neuseeland, die schon von klein auf gelehrt beziehungsweise übermittelt werden: Wohlbefinden, Zugehörigkeit, Partizipation, Kommunikation und Exploration.

 

 

Vorschulzeit

 

Das Bildungssystem setzt schon bei den ganz Kleinen an, nämlich in der Krippe (creche), wo Kinder schon mit circa einem Jahr hingebracht werden können. Von drei bis fünf verbringen die Kinder dann meist zwei bis drei halbe Tage im Kindergarten oder in so genannten playcenters, wo speziell ausgebildete Eltern auf die Kinder aufpassen.

 

 

Bild: Robert S. Digby

Schulbildung

 

Die Einschulung der Kids erfolgt etwas anders als bei uns: Und zwar werden Kinder, die zwischen Juli und Dezember fünf Jahre alt werden, am Montag nach ihrem Geburtstag in das Schuljahr null eingeschult. Kinder, deren Geburtstag zwischen Januar und Juli fällt, kommen gleich in die erste Klasse, weil in Neuseeland das Schuljahr Ende Januar/ Anfang Februar – also nach den großen Sommerferien – beginnt.

 

Die Schulpflicht geht dann bis zum 16. Lebensjahr, wer will kann jedoch 13. Schuljahre machen und ist dann circa 18, wenn er oder sie die Schule beendet. Allerdings können Schüler ab der 11. Klasse jedes Jahr von der Schule gehen und haben dementsprechend folgende Abschluss-Möglichkeiten:

- Nach der 11. Klasse: Mittlere Reife (Level 1)

- Nach der 12. Klasse: Qualifikation für ein Bachelor-Studium an einer FH oder für eine Lehrerausbildung (Level 2)

- Nach der 13. Klasse: Qualifikation für ein Bachelor- und anschließendes Masterstudium (Level 3)

 

 

Unterricht

 

Unterrichtsbeginn ist um 09:00 Uhr und endet um 15:00 Uhr. Während dieser Zeit werden die Schüler allerdings kaum mit Frontalunterricht konfrontiert, denn das Schulsystem baut darauf, dass die Schüler sich die Problemlösung und den Stoff selbst oder in kleinen Gruppen erarbeiten.

 

Neben den Kernfächern gibt es viele Fächer, die auf das spätere Berufsleben vorbereiten. Hier können die Schüler ihren Stundenplan nach ihren Stärken und Interessen zusammenstellen. So gibt es zum Beispiel Kurse wie Grafikdesign, Technologie, Fahrzeugtechnik und vieles mehr. Besonders viel wert legt man in Neuseeland auf die Ausbildung und Förderung von sportlichen und musischen Fähigkeiten, wofür es teils sogar spezielle Schulen gibt. Immer größer wird der Bereich der Outdoor Education, der sowohl Natursport als auch Abenteuerpädagogik beinhaltet. Theorie und Praxis (Kajaking, Trekking, Mountainbiking, ...) werden gleichermaßen unterrichtet und die Sicherheitsstandards sind enrom hoch.

 

Übrigens trägt man in Neuseeland Schuluniformen, zum einen um die sozialen Unterschiede äußerlich so gering wie möglich zu halten, zum anderen um Schüler stärker an ihre Schule zu binden und somit das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

 

 

Prüfungen

 

Am Ende des Schuljahres gibt es in Neuseeland die Jahresendprüfungen, denn unter dem Jahr gibt es, anders als bei uns, keine Klausuren. Da man in Neuseeland jedoch sehr stark auf die individuellen Stärken und Schwächen der Schüler eingeht, fallen unter dem Jahr oft Zwischenklausuren, Tests, Referate oder Projekte an, anhand derer nicht nur das Fachwissen, sondern auch auf die eigenen Kompetenzen der Schüler bewertet werden.

 

In der 11. Klasse müssen die Schüler nationale Prüfungen ablegen, die landesweit zur gleichen Zeit und mit der gleichen Methode abgehalten werden. Englisch ist dabei von keinem Schüler abwählbar, die anderen Prüfungsfächer legen die Schulen intern fest. In der 12. Klasse sind die Prüfungen hingegen wieder schul-intern und nicht landesweit. Englisch bleibt weiterhin obligatorisch. Im 13. Jahr gibt es keine Pflichtfächer mehr und der Schüler wählt seine Prüfungsfächer je nach Relevanz für sein anschließendes Studium. 

 

 

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Buchtipp

 

Sie interessieren sich für einen Schüleraustausch nach Neuseeland? Dann sollten Sie Alexandra Alberts Ratgeber Ein Schuljahr in Neuseeland lesen, der sowohl in der Vorbereitungszeit wie auch während des gesamten Austausches sehr hilfreich ist. Das Buch dient Eltern und Schülern als wichtiger Leitfaden für die Organisation eines High-School-Jahres am anderen Ende der Welt.