Neuigkeiten

04.11.2017 - 06:02

Neuseeland serviert eine Lösung für die Quallenplage

Forscher warnen seit Jahren, dass Quallen die Gewinner des Klimawandels sind. Ein Biologe fordert inzwischen, dass wir Quallen essen sollten, um der Invasion Herr zu werden. In Neuseeland serviert ein Koch nun innovative Quallengerichte, um die Debatte weiter anzustoßen.

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23.10.2017 - 11:16

Tag der Arbeit (Labour Day) in Neuseeland

Immer am vierten Montag im Oktober wird in Neuseeland der Labour Day, also ein Gedenktag der Arbeiterbewerbung, zelebriert. Doch warum eigentlich? Wir erklären es dir kurz und knapp.

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Kokako - Die falsche Krähe

Kokako - Die falsche Krähe Auf den Inseln Neuseelands waren Vögel Millionen Jahre lang die alles beherrschende Tierart. Da die ersten Säugetiere erst als Begleiter der Menschen auftauchten, konnte sich so eine Vielzahl endemischer Vogelarten entwickeln. Einer von ihnen ist der Kokako.

Längst nicht so berühmt wie der Kiwi und bei weitem nicht so gewieft wie der Bergpapagei Kea lebt hier die Lappenkrähe (oder auf Maori eben: Kokako). Doch das eigentlich unter falschem Namen: New Zealand Crow hieß er früher im Englischen, obwohl er keine Krähe ist, sondern nur mit seinem grauen Federkleid und der kräftigen Statur so aussieht. Aber genau deswegen krächzt dieser Sperlingsvogel auch nicht, sondern lässt seine glockenklare Singstimme kilometerweit ertönen.

Der in den dichten Wäldern der Nordinsel beheimatete Kokako (Callaeas cinereus wilsoni) ist mit leuchtend blauen Kehllappen geschmückt. Noch bis in die 70er Jahre hatte er einen südlichen Vetter (Callaeas cinereus cinereus), der gelbe statt blaue Lappen besaß. Und obwohl seitdem immer wieder Sichtungen dieser Variante gemeldet wurden, blieben alle unbestätigt. So gilt die Südinsel-Lappenkrähe heute als ausgerottet.

Leider ist auch die noch bestehende Art vom Aussterben bedroht. Denn wie etliche Vögel Neuseelands ist der Kokako mit seinen kurzen Flügeln ein eher bescheidener Flugkünstler, der es vorzieht, von Ast zu Ast zu hüpfen, und am Boden nistet. Dadurch stellt er eine leichte Beute für die eingeschleppten Räuber dar: Katzen, Possums und selbst Ratten, die sich über die Brut hermachen. Es wird geschätzt, dass heute nur noch 1.500 Kokakos frei in den Wäldern leben. Doch zum Glück setzt sich die neuseeländische Regierung auf weltweit vorbildliche Weise für den Erhalt der Artenvielfalt ein. So bleibt zu hoffen, dass den Kokako nicht das Schicksal seines Vetters ereilt und er dann nur noch auf der 50-Dollar-Note zu finden ist.


Bild: Matt Binns