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07.06.2017 - 12:35

Interessantes Projekt: Samen für die Apokalypse

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09.05.2017 - 10:03

Neuseelands Hauptstadt ist die beste

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Kauri - Die grünen Riesen Neuseelands

In den letzten Jahren standen dank Peter Jacksons Filme vor allem die kleinen Hobbits im Mittelpunkt Neuseelands. Doch das Land hat nicht nur kleinwüchsige Stars. Hier gibt es auch grüne Riesen: Kauri-Bäume (Agathis australis), die zu den größten und langlebigsten Pflanzen der Welt zählen!

 

Der Größte und Älteste

Die mächtigen Bäume beeindrucken mit einer Höhe von bis zu 40 Metern und können über 1.000 Jahre alt werden. Je älter sie sind, umso breiter ist auch ihr Stamm, der normalerweise bis zu zwei Meter dick ist. Der größte heute existierende Kauri ist der Tane Mahuta ("Herr des Waldes"). Er misst 51 Meter bis zur Krone und sein Stamm hat einen Durchmesser von vier Metern. Dieser immergrüne Riese steht im Waipoua Forest in der Region Northland und wird auf ein Alter von 1500 bis 2000 Jahre geschätzt. Früher gab es noch größere und ältere Kauri-Bäume, die jedoch gefällt wurden. (Mehr dazu in Das Neuseeland-Lesebuch.)

 

Und wie sieht der Baum aus?

Te Matua Ngahere

 

Im Laufe seiner Entwicklung ändert der Kauri sein Äußeres: Der junge Baum ist kegelförmig und hat über die gesamte Stammlänge Äste verteilt, an denen große rötliche Blätter hängen. Nach etwa 200 Jahren verliert er die unteren Äste, sodass eine schirmförmige Krone entsteht. In diesem Stadium sind die Laubblätter kleiner, oval geformt und dunkelgrün.

 

Bild: Mr. Tickle (GFDL)


 

 

 
 

 

 

Nutzen

Blätter eines jungen Kauri-Baums

Schon immer schätzte der Mensch den Kauri aufgrund seiner vielseitigen Verwendbarkeit sehr. Bereits die frühen Ureinwohner bezeichneten ihn als den König des Waldes und nutzten das Kauri-Harz als Feuer-Anzünder und für medizinische Zwecke. Außerdem wurde der Ruß des verbrannten Harzes als Färbemittel für Tattoos genommen. Im 19. Jahrhundert wurde das Holz zum Bau von Schiffen und Möbel verwendet. Hier erfahren Sie mehr über die Arbeit der sogenannten Gumdigger - Arbeiter, die Kauri-Harz sammelten.

 

Bild: Mr. Tickle (GFDL)

 

Der Kauri heute

Kauri-Harz

Heute ist der Bestand der Kauri-Wälder stark zurückgegangen, unter anderem weil früher viel Holz nach Europa transportiert wurde. Zudem befällt der pilzartige Krankheitserreger Phytophthora Taxon Agathis (PTA) derzeitig den Riesen und verursacht ein Massensterben. (Wir berichteten.) Ein Stoppen der Seuche ist noch nicht in Sicht. Stattdessen verbreitet sich der Erreger sehr schnell, weil er sich an Schuhe, Autorreifen oder Tierpfoten heftet.

 

Um die Art zu erhalten, wurden sie unter Naturschutz gestellt und dürfen nur noch zu rituellen Zwecken von Maori gefällt werden. Es gibt auch Schutzprogramme, die neue Pflanzen setzen und die Bäume pflegen. Beispielsweise kümmert sich die Organisation Kauri 2000 um den Bestand der Bäume in Coromandel Peninsula.

 

Buch- und Reisetipp

Mehr über Neuseelands große Bäume und ihrer Verwendung können Sie im Das Neuseeland-Lesebuch von Dörte und Volker Heyse nachlesen.

 

Vor Ort sollten Sie die faszinierenden Riesen im Norden Neuseelandes (Auckland, Northland, Coromandel Peninsula) besuchen. Schauen Sie auch im weltweit einmaligen Kauri-Museum vorbei, um mehr über den Kauri zu erfahren.

 

Kauri-Museum. Öffnungszeiten: Täglich von 9 bis 17 Uhr. Kosten: NZD 25 (Erwachsene), AUD 8 (Kinder von 5 bis 15 Jahre). 5 Church Road, Matakohe 0593.