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04.11.2017 - 06:02

Neuseeland serviert eine Lösung für die Quallenplage

Forscher warnen seit Jahren, dass Quallen die Gewinner des Klimawandels sind. Ein Biologe fordert inzwischen, dass wir Quallen essen sollten, um der Invasion Herr zu werden. In Neuseeland serviert ein Koch nun innovative Quallengerichte, um die Debatte weiter anzustoßen.

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23.10.2017 - 11:16

Tag der Arbeit (Labour Day) in Neuseeland

Immer am vierten Montag im Oktober wird in Neuseeland der Labour Day, also ein Gedenktag der Arbeiterbewerbung, zelebriert. Doch warum eigentlich? Wir erklären es dir kurz und knapp.

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Der Kākāpō

 

Einer der seltensten Vögel der Inseln ist der Kākāpō (Strigops habroptilus). Die Māori nennen diese Nachtschwärmer „Papageien der Nacht“ (kākāpō). Sie zählen zu den flugunfähigen Vögeln Neuseelands und fallen zudem durch ihr Gewicht auf: männliche Exemplare können bis zu 4 kg wiegen. Der Durchschnitt liegt bei 2 kg, was sie zu den schwersten Papageien der Welt macht.

 

Der moos-grüne Kākāpō ist ein reiner Vegetarier und ernährt sich von Waldfrüchten, Samen, Blättern und Wurzeln. Durch sein Gefieder, das zudem braune und gelbe Flecken aufweist, passt er sich gut an seine Umgebung an und ist in Gefahrensituationen, in denen er nahezu erstarrt, kaum zu erkennen.

 

Normalerweise werden diese Papageien zwischen 60 und 100 Jahre alt, brüten jedoch nur selten. Dies führte aufgrund der Verbreitung nicht einheimischer Raubtiere in Neuseeland beinahe zu ihrem Aussterben: 1995 waren nur noch 51 Exemplare bekannt. Seit 2011 konnte die Zahl wieder auf 129 erhöht werden.

 

Bild: Brent Barrett CC BY-SA 2.0

 

Uralt und lautstark

 

Wenn sie sich paaren wollen, dann erfolgt die Vorbereitung sehr lautstark: zwischen Dezember und März kann man die Männchen aufgrund ihrer Balzrufe bis in 5 km Entfernung vernehmen und das bis zu 17.000mal in einer Nacht.

 

Nach erfolgreicher Paarung lässt das Männchen das Weibchen allein, sowohl mit dem Nestbau, als auch mit der Aufzucht der Jungen, welche bis zu 5 Monate umfasst. In dieser Zeit muss das Weibchen teilweise mehrere Kilometer pro Nacht zu Fuß zurücklegen, um genug Nahrung für ihre Jungen zu beschaffen.

 

Um die letzten noch verbliebenen Kākāpōs zu retten, wurde ein umfangreiches Schutzprogramm ins Leben gerufen, in dessen Rahmen man die wenigen wilden Exemplare einfängt und in speziellen Schutzgebieten aussetzt, wie z. B. Codfish Island westlich von Stewart Island.

 

Weitere Informationen über diesen Papagei und das Kākāpō-Schutzprogramm können Sie bei Kakapo Recovery finden.

 

Text: Jacqueline Held

Bild: Mnolf CC BY-SA 3.0 GFDL